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„Stärke, Identität, Gemeinschaft – Jüdischer Sport im Polen der Zwischenkriegszeit (1918–1939)“

Flyer für die Ausstellung „Stärke, Identität, Gemeinschaft – Jüdischer Sport im Polen der Zwischenkriegszeit (1918–1939)“

Ausstellung und Podiumsdiskussion in Wien. Autor: Polnisches Institut Wien und S. C. Hakoah Sport & Freizeitzentrum Wien.

Eine Ausstellung über Sport als Ort der Emanzipation, Identitätsbildung und Erinnerung – Eröffnung am 30. August 2026 im S. C. Hakoah Sport & Freizeitzentrum Wien

Sonntag, 30. August 2026, 16:00 Uhr
S. C. Hakoah Sport & Freizeitzentrum
Wehlistraße 326, 1020 Wien
Anmeldung: event.wien@instytutpolski.pl
Veranstalter: Polnisches Institut Wien, S. C. Hakoah Sport & Freizeitzentrum Wien

Sport war niemals nur Wettbewerb. Für die jüdische Gemeinschaft im Polen der Zwischenkriegszeit war er ein Raum der Selbstbestimmung, der Begegnung und der gesellschaftlichen Teilhabe. Die Ausstellung „Stärke, Identität, Gemeinschaft – Jüdischer Sport im Polen der Zwischenkriegszeit (1918–1939)“, die am 30. August 2026 im traditionsreichen S. C. Hakoah Wien eröffnet wird, erzählt die Geschichte einer vielfältigen Sportbewegung, die weit über Stadien und Wettkämpfe hinausreichte.

In der Zweiten Polnischen Republik entwickelte sich der jüdische Sport zu einem wichtigen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Sportvereine waren nicht nur Orte des Trainings, sondern auch Zentren der Gemeinschaft, der Bildung und der kulturellen Orientierung. Sie boten jungen Menschen Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung und stärkten das Bewusstsein für Zugehörigkeit und gemeinsame Werte.

Die Ausstellung zeigt die beeindruckende Vielfalt dieser Bewegung: von zionistischen Vereinen wie Makkabi, über Organisationen der jüdischen Arbeiterbewegung bis hin zu religiös geprägten Sportgemeinschaften. Sportplätze und Vereinsräume wurden zu Begegnungsorten, an denen unterschiedliche Vorstellungen von Identität, Modernität und gesellschaftlicher Verantwortung aufeinandertrafen.

Die jüdische Sportbewegung beschränkte sich dabei nicht auf die großen Zentren wie Warschau, Łódź oder Lemberg. Auch in kleineren Städten und Gemeinden entstanden Vereine, die lokale Gemeinschaften stärkten und Menschen miteinander verbanden. Jüdische Sportlerinnen und Sportler nahmen an nationalen und internationalen Wettbewerben teil und wurden zu einem sichtbaren Teil der europäischen Sportkultur.

Die Ausstellung basiert auf umfangreichen historischen Quellen – darunter Fotografien, Dokumente, Plakate und Vereinsmaterialien. Sie eröffnet Einblicke in den Alltag jener Zeit: in Trainingsstunden, Wettkämpfe, Reisen, Erfolge und die Begeisterung für den Sport. Gleichzeitig erinnert sie an eine Welt, die durch die Shoah unwiederbringlich zerstört wurde.

„Stärke, Identität, Gemeinschaft“ ist nicht nur eine Ausstellung über die Vergangenheit. Sie stellt auch die Frage nach der heutigen Bedeutung des Sports als Raum für Dialog, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Museum für Sport und Tourismus in Warschau, der Botschaft der Republik Polen in Tel Aviv sowie dem Museum der Geschichte der Polnischen Juden POLIN.
Der Ausstellungsort S. C. Hakoah Wien besitzt dabei eine besondere symbolische Bedeutung. Der jüdische Sportverein wurde 1909 gegründet und zählt zu den bedeutendsten jüdischen Sportvereinen Europas. Hakoah Wien steht bis heute für jüdische Identität, sportliche Tradition und die Kraft gemeinschaftlicher Erinnerung.
Die Ausstellung ist bis 31. Oktober 2026 im S. C. Hakoah Sport & Freizeitzentrum Wien zu sehen.

Podiumsdiskussion: Jüdischer Sport – Geschichte, Identität und Erinnerung

Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung findet eine Podiumsdiskussion statt, die die historische Entwicklung jüdischer Sportorganisationen beleuchtet und die Rolle des Sports für Identität, Gemeinschaft und gesellschaftliche Integration diskutiert.

Teilnehmer:

  • Univ. Prof. Dr. Paul Haber, Ehrenpräsident der HAKOAH Wien, langjähriger Präsident der HAKOAH Wien
  • Dr. hab. Robert Gawkowski, polnischer Historiker für Körperkultur und Sport, Autor wissenschaftlicher Publikationen
  • Rabbiner Stanisław Wojciechowicz, Präsident von Makkabi Warszawa

Moderation: Dipl. Ing. Thomas Löwy, Präsident der HAKOAH Wien
Simultandolmetschen aus dem Polnischen ins Deutsche: Mag. Joanna Ziemska

Die Veranstaltung lädt dazu ein, die Geschichte des jüdischen Sports in Polen neu zu entdecken und über die bleibende Bedeutung von Sport als verbindende Kraft in der Gesellschaft nachzudenken.

Sonntag, 30. August 2026, Eintritt frei
16:00 Uhr Ausstellungseröffnung,
17:00 Uhr Podiumsdiskussion,
S. C. Hakoah Sport & Freizeitzentrum
Wehlistraße 326, 1020 Wien
Anmeldung: event.wien@instytutpolski.pl
Veranstalter: Polnisches Institut Wien, S. C. Hakoah Sport & Freizeitzentrum Wien

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